Die karenzierte BM.I-Mitarbeiterin Oberst Isabella F. schilderte unfassbare Zustände im BMI. unter den letzten 10 Jahren schwarzer InnenministerInnen:
Posten seien nach Gutsherrenart vergeben worden, und wer nicht „rot-weiß-rot“ (gemeint: schwarz) war, hatte keine Chance Karriere zu machen. Ein Vorwurf, der sich auch in den bisherigen Befragungen schon herauskristallisierte.

Die Schilderungen der Auskunftsperson sind für mich durchaus glaubwürdig, da schriftliche Unterlagen aus der Ära „Strasser“ belegen, dass genau der vermeintliche Mittelpunkt des Netzwerkes, Michael Kloibmüller schon in der Ära „Strasser“ Nepotismus betrieb. Posten seien auch extra geschaffen bzw. für Günstlinge maßgeschneidert worden.

Weiters meinte die Auskunftsperson: „Wer im BMI was werden wollte, hat es tunlichst unterlassen, sich zu bewerben.“ Klingt absurd. Damit meinte Oberst F. aber: man hätte es sich mit dem schwarzen Netzwerk verscherzt, wenn man sich auf eine Stelle bewarb, für die schon wer "vorgesehen" war. Deswegen habe es manchmal keine GegenbewerberInnen gegeben.

Die Auskunftsperson konnte keine schriftlichen Beweise vorlegen. Dafür war ihre Erklärung schlüssig: seit den bekannt gewordenen "Strasser-Emails" hat man auf Verschriftlichungen verzichtet. "Jedes Schrifterl ein Gifterl".

Es ist ein Hohn für die SteuerzahlerInnen als auch für hart arbeitende BeamtInnen, wenn Politik offenbar nur ein Vehikel ist, um die eigenen Leute mit Posten zu versorgen.

Klar ist jetzt schon: die Entscheidung, auch die „schwarzen Netzwerke“ im BM.I zu untersuchen, war richtig und notwendig. #BVTUA

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